Server Virtualisierung - ein Konzept vom Mainframe - wird auch auf
PC-Hardware zunehmend populär. Die Gründe sind vielseitig: Durch das
Betreiben mehrerer virtueller Server auf einem physischen Rechner spart man
nicht nur Hardware - auch die Verwaltung wird deutlich einfacher. So ist
z.B. eine Datensicherung "von außerhalb" des virtuellen Servers einfacher
und sicherer. Auch das Duplizieren und Umziehen von Servern auf andere
Hardware geht elegant und teilweise sogar mit Unterbrechungszeiten im
Millisekundenbereich!
Mit XEN ist erstmals ein professionelles und sehr performantes System
zur Virtualisierung von Servern unter Linux als freie Software verfügbar.
Die Funktionen sind vergleichbar mit dem sehr teuren VMWare ESX. Einige
Nachteile von XEN - z.B. dass XEN nur modifizierte Gastsysteme booten kann -
fallen beim Einsatz von Linux nicht ins Gewicht. Dafür kommen einige
interessante Vorteile ins Spiel: - XEN's Konzept der
Paravirtualisierung macht es zugleich einfach und
performant.
- Die Gastsysteme kommen mit sehr wenig Speicher
aus.
- Die Gastsysteme haben kein BIOS und booten deshalb
außerordentlich schnell.
- XEN ist freie Software und frei von
Lizenzkosten.
Unser eintägiger XEN-Workshop verschafft Ihnen den schnellen Einstieg
in die Materie. Mit unserer Hilfe setzen Sie zunächst ein Wirtssystem auf.
Mit dem Logical Volume Manager (LVM) richtigen wir Partitionen für unsere
Gastsysteme ein. Dazu kommen exemplarisch SuSE LINUX und Debian Sarge zum
Einsatz. Dabei lernen Sie, wie Sie Linuxsystem "XEN-ifizieren" und es unter
XEN booten.
Über eine virtuelle Bridge verbinden wir die Gastsysteme mit dem LAN und
beschäftigen uns mit Themen der Administration. Auch ein besonders
interessantes Detail von XEN wollen wir Ihnen nicht vorenthalten: Im
Gegensatz zu anderen Virtualisierssystemen kann man mit XEN auch von einem
Gastsystem aus direkt auf PCI-Geräte zugreifen, z.B. auf eine dedizierte
Netzwerkkarte. So ist es möglich, sogar eine Firewall zu virtualisieren,
ohne dass die Netzwerkdaten die Virtualisierungsschicht durchlaufen!
AusstattungJeder Teilnehmer administriert einen eigenen PC mit ausreichend Speicher und
Plattenplatz für mehrere Gastsysteme. Ferner ist jeder Rechner mit zwei
Netzwerkkarten ausgestattet, um den Direktzugriff auf PCI-Geräte zu testen. |